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Tomosynthese – eine neue 3D-Technologie zur sicheren Früherkennung von Brustkrebs

breast cancer images from checkup mammogram of women patient.
breast cancer images from checkup mammogram of women patient.
iStock/utah778

Je früher Brustkrebs erkannt und behandelt wird, desto besser. Diagnostiziert wird Brustkrebs bisher hauptsächlich mit der Mammographie – einem radiologischen Verfahren, das leider auch viele falsch negative wie falsch positive Ergebnisse liefert.

Mehr als 5.300 Frauen erkrankten 2011 in Österreich an Brustkrebs, 1.481 von ihnen starben daran. Die Mammographie ist eine Methode zur Früherkennung von Krebs in der Brust, die seit ihrer Anwendung stetig verbessert wurde. Ziel der Mammografie ist eine möglichst hohe Entdeckungsquote von Brustkrebs. Und zwar zu einem möglichst frühen Zeitpunkt, damit er sich noch gut behandeln lässt.

Die Diagnose soll möglichst sicher sein, um die Patientinnen nicht unnötig zu ängstigen oder sie wegen eines unklaren Befundes wiederbestellen (Recall) oder gar weiter untersuchen zu müssen (Biopsie). Selbstverständlich soll die Mammographie keine Schmerzen verursachen und mit der geringstmöglichen Strahlenbelastung erfolgen.

Wie funktioniert die Tomosynthese?

Die Tomosynthese ist eine moderne Weiterentwicklung der Mammographie, sie wurde 2011 von der FDA in den USA erstmals zugelassen. Für die Tomosynthese wird die Brust der Patientin nach wie vor zwar fixiert, allerdings mit deutlich weniger Kompressionsdruck, sodass die von der Patientin häufig als Quetschung empfundene Untersuchung nahezu Geschichte ist. Die Röntgenröhre bewegt sich bei der Tomosynthese röhrenförmig über die Brust, der Detektor zugleich virtuell gegensinnig.

Eine spezielle Software errechnet aus den dabei erfassten 3D-Daten Millimeterschichtaufnahmen der Brust. Lieferte eine herkömmliche Mammographie nur zwei Röntgenbilder pro Brustseite, sind es mit der Tomosynthese 50 bis 100 (scheibchenweise) Bilder. Diese Schichtaufnahmen erleichtern die Diagnostik und verbessern die frühe Erkennbarkeit bösartiger Tumore erheblich. Ganz neu ist die sogenannte Tomosynthese in C-View-Aufnahme: Sie verringert die Strahlendosis im Vergleich zur herkömmlichen Mammographie um fast die Hälfte.

Die diagnostische Genauigkeit verbessert sich dank der Tomosynthese in C-View-Technologie um bis zu 50 Prozent, wobei die Entdeckungsrate von Brustkrebs um ein Drittel höher ist und es 15 Prozent  weniger falsch positive Befunde gibt. Die Recall-Quote aufgrund unklarer Befunde sinkt dank der Tomosynthese ebenfalls deutlich.

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