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Brustkrebs

Perücken – bei Haarausfall sind sie Normalfrisur!

A detailed shot of curly blonde hair.
A detailed shot of curly blonde hair.
iStock/Jamie Carroll

Haarausfall hat verschiedene Ursachen, doch oft bringt eine Krebsbehandlung (Chemotherapie) ihn mit sich. Perücken helfen Betroffenen zurück in die Normalität – und haben das Zeug zur Normalfrisur.

Laut einer aktuellen Umfrage ist über 60 Prozent der Österreicher Haarausfall bereits begegnet – entweder waren/sind sie selbst betroffen (37 Prozent) oder jemand im Umfeld (41 Prozent). Gefragt nach dem, was der Haarausfall mit einem im Alltag macht, kamen die Antworten: Man fühle sich weniger attraktiv (56 Prozent), Haarausfall beeinträchtige das Selbstwertgefühl (46 Prozent) und er lasse einen älter aussehen (40 Prozent).

Eine Perücke kann dieses mit dem Haarausfall einhergehende Leid der Betroffenen mindern: Sie hilft, dass man nicht ständig beäugt oder angesprochen wird – und macht das Leben normal.

Was ist eine gute Perücke?

Einer guten Perücke sieht man nicht an, dass sie Zweitfrisur ist. Dafür muss sie richtig angepasst werden. Das gelingt, wenn man für ihren Unterbau, die Montur, auf die die Haare geknüpft werden, Modell steht. Zur Passgenauigkeit kommt das aufwendige Knüpfen – bis zu 100.000 Knoten sind für eine Perücke nötig. Es gilt: Je mehr Handarbeit in einer Perücke steckt, desto höher ist ihr Preis.

Auch die Art der verknüpften Haare beeinflusst Qualität und Preis der Zweitfrisur. Es gibt teure Perücken aus Echthaar und weniger teure aus Synthetik oder Mischhaar. In Europa verkaufte Echthaarperücken sind meist mit indischem Haar gemacht, weil es davon viel auf dem Markt gibt und weil es nicht chemisch gefärbt, sondern nur mit Kokosöl gepflegt wurde.

Haarausfall-PatientInnen bringt eine Perücke Normalität, Selbstwert und Zugehörigkeitsgefühl zurück, sie sorgt für neue Attraktivität in den eigenen und in den Augen anderer.

Dennoch ist eine Perücke in unserer Kultur noch längst nicht modisches Accessoire, das man wechselt wie ein Paar Schuhe, wie etwa in Südafrika, wo jede Frau mindestens eine Perücke besitzt. Wird das Potenzial einer Perücke zur Typveränderung auch hier stärker erkannt und die Perücke alltäglich, dann haben auch ihre TrägerInnen die Chance auf einen ganz normalen AlltagQuelle: Gallup Institut, Mai 2018


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