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Brustkrebs

Every day is an adventure!

Claudia Altmann-Pospischek © Foto: Birgit Machtinger
Claudia Altmann-Pospischek © Foto: Birgit Machtinger
Claudia Altmann-Pospischek © Foto: Birgit Machtinger

Mit 38 Jahren bekam Claudia Altmann-Pospischek die Diagnose Mammakarzinom. Dieses hatte schon in Leber und Knochen gestreut. Jetzt ist sie 44 Jahre alt und lebt und bloggt täglich mit großer Leidenschaft.

Claudia Altmann-Pospischek

bloggt unter CLAUDIAS CANCER CHALLENGE

„Dem Krebs den Kampf ansagen“– Wer sind deine größten Gegner, denen du täglich die Stirn bieten musst?

Ich sehe den Krebs nicht als meinen Gegenspieler, den es zu bekämpfen gilt. In Wahrheit hat man mit einer metastasierten Brustkrebserkrankung ohnehin keine realistische Chance mehr, das Match des Lebens für sich zu entscheiden. Ich mag folgende Metapher: „Der Krebs ist mein Beifahrer – ich werde ihn nicht mehr los. Aber ich sitze hinter dem Steuer und gebe die Richtung und das Tempo vor!“

Welche neuen Perspektiven haben sich dir eröffnet, als du so direkt mit der Endlichkeit des Lebens konfrontiert wurdest?

Eine Krebsdiagnose stellt das ganze Leben auf den Kopf. Man überlegt, was wirklich wichtig ist, gewichtet anders und verändert seinen Fokus. Ich habe eine neue, erfüllende Rolle als Brustkrebs-Botschafterin und Bloggerin gefunden. Genau diese Arbeit gibt mir Kraft und treibt mich an. Es ist notwendig, der Öffentlichkeit zu verdeutlichen, was eine fortgeschrittene Krankheit bedeutet.

Überleben – was löst dieses Wort bei dir aus?

Überleben klingt suuupergut! Eine metastasierte Krebserkrankung gleicht einem übergroßen, äußerst schweren Rucksack, der bleiern auf den Schultern lastet. Brustkrebs mit Leber-, Knochen- und Bauchfellmetastasen ist eine fatale Diagnose. Damit verbunden sind natürlich Angst, Wut, Verzweiflung und Tränen, die einen ganzen See füllen konnten.

In dieser seelischen Wüste angekommen, ist es hart, wieder aufzustehen, sein Krönchen zu richten und weiterzugehen. „Überleben“ ist das oberste Ziel. Klingt so einfach, ist aber dennoch so schwer. Mit meinen mittlerweile fast sechs Jahren gelte ich übrigens als „Langzeitüberlebende“. Darauf bin ich ein wenig stolz.

Du bist mit außergewöhnlichen Lebenswillen ausgestattet. Wie sehr unterstützen dich Freunde und Familie, wie sehr inspirierst du sie?

Ja, mein Lebenswille und meine Lebensfreude sind stark ausgeprägt und ungebremst. Ich denke, es gibt nur zwei Alternativen: Plan A: Aufgeben und aufs Sterben warten. Plan B: Alle Therapien durchziehen und das Leben genießen. Ich habe mich für zweiteres entschieden, habe meine Krankheit akzeptiert und mich mit ihr arrangiert.

Somit versuche ich so normal wie möglich weiterzumachen – mit großartiger Unterstützung von meinem Mann Peter, meinen Eltern und meinen FreundInnen. Ich freue mich über alle, die mich auf meinem steinigen, kurvenreichen Weg begleiten. Und wenn ich sie inspiriere, dann ist etwas gelungen.

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