Der immergrüne Pflanzenparasit enthält circa 600 verschiedene Eiweiße, abhängig von deren Wirtsbaum. Die wichtigsten Eiweiße sind die sogenannten Mistellektine. Diese kommen in mindestens zwanzig unterschiedlichen Zusammensetzungen im Gesamtextraktes einer Mistel vor. Die zweitwichtigsten Eiweiße sind die Viscotoxine. Die Mistel enthält ungefähr eintausend verschiedene Enzyme, dazu Fette, Flavonoide, sowie reichlich Kalium und Phosphat.

Verfahren

Unterschiedliche Extraktionsverfahren, Mischungsverhältnisse der Inhaltsstoffe und Zugabe von zum Beispiel Silber oder Kupfer, führen zu unterschiedlichen Produkten. Jede Krebsart erfordert hier eine andere Misteltherapie. Dabei spielt der Wirtsbaum eine wesentliche Rolle. Ein M im Namen bedeutet zum Beispiel Apfelbaum, was vom lateinischen Begriff Malus für Apfelbaum herrührt.

Wirkung

Die Misteln werden je Erntezeit getrennt gesammelt und in weibliche und männliche Pflanzen unterschieden sowie je nach Herstellerfirma unterschiedlichen Verfahren und Aufbereitungsarten unterzogen. Während die Apfelbaummistel die stärkste Reaktion hervorruft und häufig bei Brust- und Unterleibskrebs eingesetzt wird, verwendet man die Kiefernmistel bei Hautkrebs und Tumoren des Nervensystems, die Tannenmistel dagegen bei Allergikern und Atopikern.

Die Wirkung, die bei der Misteltherapie zur Krebsbehandlung genutzt wird, entfaltet sich nur mittels Injektion. Bei der oralen Gabe werden andere Wirkungen erzielt, da viele Verbindungen der Mistel im Verdauungstrakt zersetzt werden.