YVONNE RUEFF
Turniertänzerin und Charity Event-Veranstalterin

Persönliche Beweggründe

„Bei einem Engagement in der Größenordnung unseres Balls steckt leider meist ein privates Ereignis dahinter“, erklärt Yvonne Rueff ihren Beweggrund, sich so intensiv für die Österreichische Krebshilfe einzusetzen. „Als eine Freundin von mir mit 33 Jahren an Krebs verstorben ist, habe ich den Entschluss gefasst, dass ihr Todwachrüttelt und in Zukunft etwas zum Positiven verändern soll“, so die Initiatorin eines großen Charity-Balls, der jährlich in der Wiener Hofburg stattfindet. Der Reinerlös kommt dabei ausschließlich den Projekten der österreichischen Krebshilfe zugute. „Leider gibt es so viele Probleme, für die man Charity-Events machen könnte und auch müsste. Wenn man sich dann wie ich für ein ganz bestimmtes Thema entscheidet, muss man es von ganzem Herzen tun und diese Arbeit gerne machen.“

 

Aktiv etwas verändern

Wer sich so intensiv für ein Projekt engagiert, wird im Laufe dieser Arbeit natürlich mit zahlreichen neuen Erfahrungen konfrontiert. Dazu Yvonne Rueff: „Bei mir waren es überwiegend positive Erlebnisse, die maßgeblich dazu beitragen, die Motivation nicht zu verlieren. Es ist toll zu sehen, dass man aktiv etwas verändern kann.“ Natürlich zählt auch der Erfolg:„Heuer machen wir unsere Charity-
Veranstaltung bereits das siebente Mal und schaffen es nun endlich, alleine durch diesen Ball ein ganzes Projekt der österreichischen Krebshilfe zu finanzieren. Der größte Erfolg für uns ist es zu wissen, dass es Projekte nur deshalb gibt, weil wir uns in dieser Sache engagieren.“ Doch wo Licht ist, ist auch Schatten, weiß Frau Rueff zu berichten: „Da wir den Reinerlös komplett spenden, beginnen wir jedes Jahr wieder bei null. Das kann schon mühsam sein. Doch dank zuverlässiger Partner aus der Wirtschaft, die bereits seit mehreren Jahren als Sponsoren fungieren, lässt sich dieses Veranstaltungsmodell letztendlich
durchziehen.“

 

Ein Leben für die Krebshilfe

Mit der Organisation, Planung und Durchführung eines solchen Großprojektes ist doch bestimmt ein immenser Aufwand verbunden, oder Frau Rueff? „Natürlich, denn nach dem Ball ist vor dem Ball! In der Woche danach beginnen wir bereits wieder mit der Vorbereitung für den Ball im folgenden Jahr.  Besonders wenn man es nicht hauptberuflich macht, muss man den Zeitaufwand sehr gut koordinieren. Zum Glück haben wir ein großes Team, das ehrenamtlich arbeitet. Unsere Arbeit ist für uns ein Ganzjahresprojekt, für das wir jeden Tag Zeit investieren.“  Dass es dazu tatkräftiger Unterstützung auch aus dem privaten Umfeld bedarf, versteht sich von selbst. Laut Yvonne Rueff ist jedem ihrer Mitarbeiter klar, dass ein normales Leben neben der Mitarbeit an Charity-Veranstaltungen fast nicht möglich ist. „Wir machen oft die Nacht zum Tag und sind in unserer Freizeit viel unterwegs. Das weiß natürlich auch die Familie und alle stellen sich darauf ein. Man kann sich als Veranstalter nicht ruhigen Gewissens eine Auszeit nehmen wenn man weiß, dass noch viel zu tun ist.“ 

 

Charity in Österreich

Wie sieht die Charity-Lady eigentlich die aktuelle Situation in Österreich im Hinblick auf Charity und Krebsforschung? „Wir haben festgestellt, dass man zwar Gelder sammeln und die Menschen wachrütteln kann, aber eine professionelle Organisation im Hintergrund braucht, die weiß, bei welchen Projekten Geld oder Engagement fehlt. Die Österreichische Krebshilfe versucht stets, mit uns zusammen Projekte auszusuchen. Nur wer eine professionelle Organisation hinter sich hat weiß, dass das gesammelte Geld auch wirklich dem Zweck zugutekommt, wofür es gesammelt
wurde.“ 

 

Blick in die Zukunft

„Wir möchten auch in Zukunft gesund wachsen, immer mehr Menschen erreichen und sofür das Thema Krebs wachzurütteln. Mehr als 60% der an Krebs verstorbenen Patienten hätten mit regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen gerettet werden können. Das bewusst zu machen, ist unser Ziel!“