Der jährliche Besuch ist aus vielen Gründen wichtig, einer davon ist die Gebärmutterhalskrebsvorsorge. Die Hauptursache von Gebärmutterhalskrebs, ist die Infektion mit dem humanen Papillomavirus (HPV). Jedoch führt nicht jede Infektion zu einer Erkrankung. So ist bekannt, dass sich 4 von 5 Personen – Frauen wie Männer - im Laufe ihres Lebens mit dem Humanen Papilloma-Virus (HPV) infizieren. Die meisten dieser Infektionen verschwinden jedoch innerhalb von ein bis zwei Jahren, ohne dass Probleme auftreten oder eine Behandlung erforderlich ist. Sollte eine Infektion mit einem Hochrisiko-HPV-Typ über einen längeren Zeitraum im Körper bestehen, kann es zu Zellveränderungen kommen.

Wie erfolgt die Übertragung?

Die Infektion erfolgt in den meisten Fällen über einen Haut-Haut-Kontakt im Genitalbereich. Ein Kondom kann die Übertragung nicht gänzlich verhindern.

Was bedeutet #trustyourgyn und #trustyourself?

Durch diese Informationsoffensive mit dem Hashtag #trustyourgyn sollen Frauen motiviert werden, zur Vorsorgeuntersuchung beim Gynäkologen zu gehen. Der Hashtag #trustyourself soll Frauen dazu ermutigen, Verantwortung für ihre eigene Gesundheit zu übernehmen.

 

>> Zu 99 Prozent ist HPV (Humanes Papilloma-Virus) die Ursache für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs. <<

 

Warum werden auch Männer angesprochen?

Männer sind einerseits Überträger von HPV-Infektionen und leiden andererseits auch unter gesundheitlichen Folgen z.B. Hals-Rachen-Tumoren, Genitalwarzen. #trustyourgyn setzt daher auch auf Männer als Botschafter, um Frauen darin zu bestärken, regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung zu gehen.

 

>> Jedes Jahr sterben in Österreich 150 Frauen an Gebärmutterhalskrebs. <<

 

Was bedeutet ein positives HPV-Testergebnis?

Ein positives HPV-Testergebnis bedeutet, dass eine HPV-Infektion vorliegt, aber keineswegs, dass die Frau bereits an Gebärmutterhalskrebs (bzw. an einer Vorstufe) erkrankt ist. Das Ergebnis zeigt lediglich ein Risiko auf und soll bei der weiteren Behandlung eine Hilfestellung sein.

Was bedeutet ein negatives HPV-Testergebnis?

Da eine HPV-Infektion für die Entstehung des Gebärmutterhalskrebses verantwortlich ist, kann die Frau bei negativem HPV-Testergebnis - also, wenn keine HPV-Infektion vorliegt - mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass keine Vorstufe von Gebärmutterhalskrebs vorliegt. Dennoch sollte das jährlich Besuchsintervall beim Gynäkologen beibehalten werden.

Wer sollte einen HPV-Test machen?

Im Sommer 2018 gab die Österreichische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (OEGGG) neue Leitlinien zur Prävention von Gebärmutterhalskrebs heraus. Darin heißt es: „Im Rahmen des derzeit bestehenden opportunistischen Zervixkarzinom-Vorsorgeprogramms (Anm.: Gebärmutterhalskrebs) soll Frauen ab dem 30. Lebensjahr zumindest alle 3 Jahre ein validierter HPV-Test empfohlen werden.“

#trustyourgyn – wer steht hinter der Initiative?

Die Initiative wird von Univ. Prof. Elmar Joura, AKH Wien (Klinische Abteilung für Allgemeine Gynäkologie und gynäkologische Onkologie), der Petrol Ribbon Initiative (unter der Leitung von Primar Univ.-Doz. Dr. Lukas Hefler, Vorstand der Abteilung für Gynäkologie & Geburtshilfe der Spitalspartner Ordensklinikum Linz und Konventhospital Barmherzige Brüder), Univ. Prof. Dr. Christian Marth (Universitätsklinik für Frauenheilkunde Innsbruck), Univ. Prof. Dr. Shahrokh F. Shariat, AKH Wien (Vorstand Univ. Klink für Urologie), MR Dr. Braune (Obmann der niedergelassenen Fachärzte in Wien und stellvertretender Bundesfachgruppenobmann der Gynäkologen), der Journalistin Janina Lebiszczak sowie Stephanos Berger (CIDCOM Wien) unterstützt.

 

Kontakt
Initiative #trustyourgyn
Wiedner Hauptstraße 78 H2/2/24
1040 Wien
kontakt@trustyourgyn.at
T. +43 (1) 406 48 14 – 0
F. +43 (1) 405 47 54
www.trustyourgyn.at