Hautkrebs zählt zu den häufigsten Krebserkrankungen, jedoch wird er noch immer zu selten entdeckt. Doch gerade in der richtigen Vorsorge liegt der größte Schutz.

Wo viel Licht, da auch viel Schatten

Hautkrebs wird generell in zwei Hauptformen unterteilt, die sich sowohl in ihren Merkmalen als auch dem generellen Krankheitsverlauf unterscheiden. Das Melanom – auch „schwarzer Hautkrebs“ genannt – sowie ein Basalzellkarzinom oder Basaliom, das anders als ein Melanom im Regelfall keine Metastasen bildet. Diese Tumorart wird deshalb auch „heller“ oder „weißer Hautkrebs“ genannt.

Heller Hautkrebs umfasst eine Gruppe von Hautkarzinomen, welche die oberen Hautschichten betreffen. Dazu zählen die Aktinische Keratosen (AK) – auch als „Sonnenflecken“ oder „Sonnenkeratose“ bekannt – und die weltweit am häufigsten auftretenden Krebsformen, das Basalzellkarzinom (BZK) und das Plattenepithelkarzinom (PEK).

Weltweit variiert das Auftreten, doch die höchsten Anteile aller weltweiten Erkrankungen sind in Australien zu finden. Auch wenn bei der Entstehung von Krebs mehrere Faktoren zusammenspielen, gilt die Bestrahlung durch UV-Licht aus natürlichen oder künstlichen Quellen als einer der Hauptursachen für die Entstehung von hellem Hautkrebs.

Sonnenschutz hat immer Saison

Ultraviolettes Licht kann von natürlichen oder künstlichen Lichtquellen abgegeben werden. Die Sonne sendet unterschiedliche Arten von UV-Licht aus, einschließlich ultravioletter A- und B-Strahlen. Sowohl UV-A als auch UV-B durchdringen die Atmosphäre, erreichen die Erde und spielen eine bedeutende Rolle bei der frühzeitigen Hautalterung, Augenschädigung (einschließlich Katarakt) und bestimmten Hautkrebsformen.

Bis zu 90 Prozent des gesamten UV-Lichts treffen direkt auf die Erde – egal, ob bewölkt oder bei strahlendem Himmel.

Schützende Wirkung

Da die Strahlendosis des UV-Lichts zwischen 10 und 16 Uhr besonders hoch ist, sollten Aktivitäten außer Haus nur gut geschützt erfolgen. Besondere Aufmerksamkeit bedürfen strahlenempfindliche Körperstellen wie Nase, Ohren, Hände, Nacken oder auch die Kopfhaut, welche durch großzügigen UV-Schutz besonders wirksam gegen schädliche Strahlen abgeschirmt werden.

Dicht gewebte oder UV-sichere Kleidung, einschließlich langärmeliger Hemden und Hosen, UV-sichere Sonnenbrillen und ein breitkrempiger Sonnenhut sind weitere schützende Maßnahmen.  

Bei der täglichen Pflege kann auch die Haut nach verdächtigten Hautveränderungen selbst untersucht werden, denn erste Anzeichen für einen frühen Hautkrebs sind normalerweise abnorme, aber relativ harmlose Hautwucherungen. Ein Hautarzt kann in weiterer Folge einen verdächtigen Auswuchs tiefergehend untersuchen und weitere Maßnahmen einleiten. Denn je früher Hautkrebs entdeckt wird, desto besser sind auch die Heilungschancen.