Jede achte Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. Dabei steigt das Risiko mit zunehmendem Alter erheblich an. Wird das Mammakarzinom rechtzeitig erkannt, sind die Heilungschancen sehr gut. 

Die Mammographie ist neben der klinischen Untersuchung das wichtigste Verfahren zur Früherkennung von Brustkrebs. Dabei wird er in einem so frühen Stadium entdeckt, dass er noch nicht tastbar ist. Ist der Tumor tastbar, hat er bereits einen Durchmesser von mehreren Zentimetern erreicht und häufig schon in die umliegenden Lymphknoten gestreut.

Durch eine regelmäßige Mammographie-Frühuntersuchung bei Frauen ab dem 50. Lebensjahr kann die Mortalität des Mammakarzinoms um mehr als dreißig Prozent gesenkt werden. Bei Frauen, die aufgrund ihrer Familienanamnese ein deutlich erhöhtes Risiko aufweisen, macht es Sinn, bereits ab dem 30. Lebensjahr jährlich eine Mammographie durchzuführen. 

Eine vollständige Mammographie-Untersuchung besteht in der Regel aus vier Aufnahmen. Die Brust wird jeweils in zwei Ebenen untersucht und dabei, um ein möglichst gutes Aufnahmebild zu erhalten, kurz zusammengedrückt.

Durch die Mammographie werden Mikroverkalkungen und Verdichtungsherde erkannt, zwei wichtige Zeichen für ein Mammakarzinom. Bei vielen Frauen, bei denen später eine Form von Brustkrebs festgestellt wird, war Mikrokalk das erste Anzeichen für die Erkrankung. 

In Österreich wurde 2014 das etablierte Brustkrebs-Früherkennungsprogramm eingeführt. Frauen zwischen 45 und 69 erhalten dabei alle zwei Jahre eine Einladung zur kostenlosen Teilnahme an einer Vorsorge-Mammographie. 

Ein noch genaueres, aber auch teureres Verfahren zur Untersuchung der Brust auf allfällige Tumore ist die Magnetresonanztomographie (MRT). Eine MRT der Brust ist bei Patientinnen mit einem erhöhten familiären Brustkrebsrisiko, bei Frauen mit einem Brustimplantat oder zur Unterscheidung von Narben-, Brust und Tumorgewebe angebracht.